Bevor ich zum eigentlichen
Fahrverhalten des DHS komme noch eine kleine Vorgeschichte was mich zum
Kauf bewegte. Eigentlich wollte ich einen Yeti Lawill 6´oder 8´, das Intens
M1, das Rotec oder das Foes DHS. Es stellte sich dann aber heraus, daß
das Rotec in engen, technischen Passagen sehr schwer zu händeln ist, was
in Österreich doch eher ein Nachteil ist. Da das Yeti in Österreich nur
schwer oder sehr spät zu bekommen war, fiel mir die Wahl schon nur mehr
zwischen Intense M1 und Foes DHS schwer. Weil Robert zu diesen Zeitpunkt
schon sein Intense fuhr konnte er mir schon einiges über das Fahrverhalten
und die Einstellmöglichkeiten berichten. Das DHS sprach mich optisch mehr
an, was letztendlich ausschlaggebend war. Außerdem kann man nicht
allzu viel daran einstellen (nur den Sitzwinkel), was für mich mehr ein
Vorteil ist, weil ich auf Rennen nicht die ganze Zeit damit beschäftigt
sein möchte, mein Rad abzustimmen, wie das bei meinem alten Rad (Scott
Vertigo LSD WC) war. Ich bin der Meinung komplizierte und vielfältige
Einstellmöglichkeiten sind nur was für die großen WC-Team die haben die
Leute und die Technik dazu. Hilfreich ist allerdings ein leicht verstellbarer
Sitzwinkel, ein feinfühlig abstimmbarer Dämpfer (Federvorspannung,
Zug- und Druckstufen, was mittlerweile bei gutem Material überall möglich
ist) und ein vertstellbarer Radstand.  |
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Foes DH Slammer. Eine Umlenkung sorgt für
zusätzliche Stabilität am Hinterbau und schützt den
Dämpfer vor seitlichen Belastungen. Leider liegt dieser aber
genau im größten Dreck.

Ingo auf seinem DHS mit der Foes F1 Gabel.
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Es ist eher auf
den technischen Passagen zuhause: engen Kurfen, Anlieger, Steilstufen
(was auch meine bevorzugten Geländeverhältnisse sind). Auf schnellen Passagen
sprich, breite Forstwegen, schnellen Wiesenschrägfahrten liegt das DHS
doch eher nervös auf der Strecke, hier kommt eher wieder das Rutschen
über das Hinterrad zu Tage. In Schnellen Kurven ist es meist besser den
Fuß von Pedal zu nehmen immer gefaßt zu sein, daß das Hinterrad
bald ins Rutschen kommt aber wie gesagt kein Problem, das nicht in den
Griff zu bekommen wäre, man muß eben immer genügend Druck auf das Hinterrad
bringen dafür kann man ja den Sitzwinkel verstellen. Bei Sprüngen kommt
immer Freude auf weil das DHS doch eher zu den Leichtgewichten unter den
Downhillrädern gehört und sich in der Luft sehr leicht verdrehen läst.
Sollten Sprünge manchmal zu weit, sehr hoch oder in Kompressionen gehen
ist es kein großes Problem sonder eher eine Herausforderung für das DHS
da es über genügend Federweg (F1 Gabel 16 cm, Hinterbau 18 cm) zur Verfügung
hat und ausreichend Stabilität vorhanden ist womit wir schon bei den Technischen
Details wären. Was Stabilität anbelangt ist das DHS wirklich durchdacht,
denn es sind am kompletten Rahmen nur die Schweißnähte in Querrichtung
zu finden wo es unbedingt nötig ist. Der Hautprahmen wird aus zwei Teilen
zusammen geschweißt und die Schweißnähte sind sehr sauber verarbeitet
und überall, wo Belastungsspitzen auftreten, wie im Steuerkopf- und Tretlagerbereich,
sind Versteifungen eingeschweißt, die zusätzlich Stabilität verleihen
und zur Verwindungssteifigkeit des DHS beitragen. Damit keine Seitenbeanspruchung
auf den Dämpfer wirken kann, ist der Hinterbau zusätzlich mit einer Umlenkung
hinter dem Oberrohbereich abgestützt.
Ingo,
August 1999 |